Der Chinchilla News- und InfoLetter. Hier steht das Chinchilla im Mittelpunkt!
Wir hoffe, Sie mit unserem News- und InfoLetter gut informieren zu können und wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Themen im Mai/Juni 2005:
ein Aufruf von Boris B. und Silke T.
Die Entstehung der Interessengemeinschaft Chinchilla basierte auf der Feststellung, dass viele Fragen über die
Haltung und Bedürfnisse der Chinchillas unbeantwortet blieben, falsch dargestellt oder verstanden wurden.
Nach nun fast fünf Jahren seit Entstehung der IGC und vier Jahren unserer Mitgliedschaft ist es für uns immer
noch erschreckend, wie viele Halter trotz Medien wie das Internet, Fernsehen oder Bücher von der einigermaßen
richtigen Haltung der Chinchillas entfernt sind.
Die meisten Fehler, die sich leider massiv auf die Gesundheit
und das Wohlbefinden der Tiere auswirken, werden in der Größe der Käfige, der Ernährung, der Vergesellschaftung
und in der Gabe des richtigen Badegranulates gemacht.
Doch kann dem Halter nicht direkt der Vorwurf des Vorsatzes gemacht werden, da die Industrie in ihrer Gier nach
Umsatz die Bedürfnisse der Menschen mehr anspricht, als die der Tiere, die von den Produkten leben müssen.
So werden zum Beispiel zu kleine standardisierte Chinchilla-Käfige angeboten. Mit ihren Maßen von max.
70 x 40 x 60 cm sind diese weit von den üblichen Empfehlung (EU, TVT, IGC) entfernt.
Bei dem Angebot für die Ernährung der hoch spezialisierten Nager wird dem Halter versucht einzureden, was die
Tiere benötigen in dem sie alles bunt und für das menschliche Auge ansprechend verpacken und in ihren Zutaten den
Geschmack der Halter treffen. So enthalten Knabberstangen Honig und das Futter viel Fett oder Kohlehydrate in den
Zutaten, die dem Tier auf lange Sicht schaden.
Über das Badegranulat könnte man nun wieder Seiten füllen, doch sei nur gesagt, das gerade bei der Fellpflege,
die auch für den Stressabbau sehr wichtig ist, am meisten gespart und oft ignoriert wird. Da wird Vogelsand
gesiebt, mit Talkum gemischt, neuerdings sogar bräunlichem Quarzsand (der zumindest farblich dem richtigen
Granulat nahe kommt) und und und...
Auch stellen sich viele Unbedarfte die Zusammenstellung von Chinchillapaaren als ein Leichtes vor und setzen
diese einfach in einen Käfig und sind entsetzt, wenn die Tiere sich nicht verstehen und im Käfig bis aufs Blut
jagen und beißen.
Allein in den ersten Monaten diesen Jahres haben wir mehr durch Zufall zwei Chinchillahaltern in ihren schwersten
Stunden helfen müssen.
So wurden Halter von einem Tierarzt an uns "überwiesen" weil dieser nicht weiter wusste.
Nach einem kurzen Besuch und Gespräch war klar: dieses Tier wurde neun Jahre einzeln gehalten und mit allem gefüttert,
was eine Chinchilla-Ratgeber-Literatur rät und abbildet (Nüsse, Nektarinen, Rosinen etc.) Als Badegranulat wurde
Quarzsand gegeben, der das Fell des Tieres stark beschädigte und verfilzte. Das Tier war in einem wirklich schlechten
Zustand, war abgemagert, fraß kaum und es roch enorm nach Urin. Doch leider starb dieses Tier schon wenige Tage später.
Nach einem so einschneidenden und für alle sehr emotionalem Erlebnis, wurde uns wieder einmal bewusst,
wie wichtig es ist, aufzuklären und durch Aktionen auch Reaktionen bei den Haltern von Chinchillas zu erzielen.
Leider wird man meistens erst dann um Hilfe gefragt, wenn es schon fast zu spät ist für das Tier.
So antworteten wir auf eine Zeitungsannonce, in der jemand einen älteren Ersatz für das verstorbene Weibchen suchte.
Aus reiner Neugierde und um auch andere Chinchillahalter kennen zu lernen, rief ich auf der Handynummer an. In dem
längeren Gespräch taten sich Lücken in dem Verständnis der richtigen Verpaarung der Tiere auf. Wir luden den Halter
ein, sich unsere Tiere anzuschauen und uns ein wenig auszutauschen. Nach zwei Stunden war der theoretische Teil
erklärt und am nächsten Tag sollte die Vergesellschaftung dann beim Halter Zuhause stattfinden. Wir erhielten hin
und wieder einen Anruf über den Zwischenstand und alles schien glatt zu laufen bis eines Nachmittags die Meldung
kam, dass das Weibchen ein Loch im Kopf hat. Daraufhin fuhren wir sofort hin.
Auch hier bot sich ein Bild, welches man eigentlich nie erwartet: Das Weibchen, welches der Halter erworben hatte,
war wohl schon vor der Vergesellschaftung mehr tot als lebendig. Das Fell war mehr als verfilzt, der Käfig in dem
das Tier sechs Jahre in Einzelhaft lebte, war kaum größer als die o.g. im Handel erhältlichen (aufgrund der Katzen
im Haushalt kam das Tier auch nie raus!) Das Badegranulat war wie so oft Vogelsand (Quarzsand) und die Ernährung
für das Tier nicht geeignet. Das einzige, was wir für das Tier noch machen konnten, war es zur Tierärztin zu fahren
und einschläfern zu lassen. Diese stellte dabei Knoten im Magen-Darm fest. An diesen Symptomen wäre das Tier kurze Zeit
später gestorben prognostizierte die Tierärztin.
Was mir im Nachhinein immer für Fragen aufkommen: Warum sagen die Halter nicht, dass die Tiere aus schlechter
Haltung kommen? Warum sagen sie nicht: das Tier, welches ich erworben habe, sieht vom Fell nicht so aus wie Eure
(Krankheits- und Haltungsbarometer)? Es wird anscheinend durch Unwissenheit davon ausgegangen, das das
Erscheinungsbild der Tiere so wie es ist, anscheinend in Ordnung ist und man sich keine Gedanken macht,
warum Tiere auf Fotos oder bei anderen Haltern anders aussehen.
Dies sind nur zwei Beispiele, die zeigen wie wichtig es ist, rechtzeitig Aufklärungsarbeit zu leisten, nicht nur
bevor sich jemand an das Tier Chinchilla wagt.
Daher der Aufruf an die IGC Mitglieder und die Leser: Informiert
über das Tier, arbeitet nicht im Untergrund und nur für Euch. Helft anderen Fehler zu vermeiden und somit Tieren
ein besseres Leben zu ermöglichen. Organisiert zum Beispiel Stammtische oder Treffen und räumt Missverständnisse
was Haltung und Ernährung betrifft aus dem Weg.
Unterstützend dienen dabei:
Für alle Lebewesen ist nun wieder die schöne, warme Zeit. Die Sonne verleiht uns Energie, Lebensfreude und Wärme.
Letztere ist doch manchmal für viele Lebewesen lästig, doch wir Menschen haben dafür eine natürliche Einrichtung:
Wir können schwitzen. Durch die Verdunstung der Feuchtigkeit, tritt ein Kühlungseffekt ein.
Gerade das können unsere kleinen Freunde - die Chinchillas - nicht.
Chinchillas haben zur Regulierung der Körpertemperatur die Möglichkeit die Durchblutungsstärke ihrer Ohren
zu steuern. Wird einem Chinchilla sehr warm, steigert es die Durchblutung der Ohren, die nur mit wenigen kleinen
Härchen bewachsen sind. Diese werden dadurch stark gerötet und geben die Körperwärme an die Umgebung ab.
Dies kann man nach dem abendlichen Auslauf bei einigen Tieren beobachten.
In seiner natürlichen Umgebung verkriecht sich das Chinchilla an den heißen Tagen in Erd- oder Felshöhlen -
dadurch entgeht es dort der Hitze. Ähnliches können wir unseren Chinchillas auch bieten: Tonröhren, Fliesen,
große, flache Steine oder das Sandbad können helfen. Wie? - Am besten Sie haben alles in doppelter Ausführung.
Stellen Sie den Sand, die Tonröhren oder Fliesen in einen kühlen Raum - nicht in den Kühlschrank, denn zu kalt ist
auch nicht gut (Gefahr einer Blasenentzündung).
Geben Sie an besonders warmen Tagen abwechselnd immer eines der gekühlten Einrichtungsgegenstände in den Käfig -
die Chinchillas werden diese bei Bedarf aufsuchen. Wechseln Sie diese aus, wenn Sie denken, dass diese sich wieder
aufgeheizt haben.
Schlafhäuschen aus Blech können hilfreich sein, sie kühlen besser als solche aus Holz. Auch eine Wärmflasche,
gefüllt mit kaltem Wasser und umhüllt mit einem Geschirrhandtuch, kann zur Kühlung beitragen - natürlich nur, wenn
das Chinchilla keine Chance hat, die Konstruktion zu benagen.
Auch Glas- oder Metallflaschen gefüllt mit Wasser und verschlossen auf den Käfigboden gelegt, können eine
Kühlmöglichkeit bringen.
Die Chinchillas werden sich an warmen Tagen in der Regel immer im unteren Drittel des Käfigs aufhalten -
vielleicht auch etwas Streu vom Boden scharren, um sich auf der kühlen glatten Oberfläche abzukühlen. Haben Sie
dünnere Bretter im Käfig, so können Sie UNTER diese mit einer Halterung auch Kühlakkus aus dem Gefrierschrank
montieren - aber auch hier Vorsicht, dass es nicht zu kalt ist.
Die Chinchillas sollten keinen direkten Kontakt zu den Kühlakkus haben.
Die kritischen Tage für das Chinchilla sind Tage, an denen es nicht nur warm, sondern zusätzlich noch feucht ist.
Eine Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent bei über 24 Grad Raumtemperatur, kann im ungünstigen Fall zum Hitzschlag
führen.
Gerade hier ist es dann besonders wichtig, dass Sie ihren Chinchillas helfen, dabei aber nicht zu alten Methoden
wie "nasse Handtücher aufhängen" (Luftfeuchtigkeit wird zu hoch) greifen.
Wenn Sie Ventilatoren aufstellen, ist Vorsicht wegen möglicher Zugluft angebracht. Am besten eignen sich so
genannte "Turmventilatoren", da sie für eine gleichmäßige Luftumwälzung sorgen. Die Tiere dürfen nicht direkt
angestrahlt werden - gleiches gilt für Klimaanlagen (Bindehautentzündung der Augen, Erkältung).
In manchen Räumen (Dachwohnungen) gibt es oft keine andere Möglichkeit, außer einer Installation einer solchen
Anlage. Klimaanlagen sollten möglichst so eingestellt werden, dass keine Zugluft entsteht oder die kalte Luft
direkt in die Käfige strahlt.
Die Sonneneinstrahlung in den Raum sollte zusätzlich durch Außenjalousien oder Innenrollos mit einer möglichst
hellen und damit Licht reflektierenden Außenseite vermindert werden. Notfalls kann auch Alufolie auf die Innenseite
der Fenster angebracht werden, diese reflektiert sehr gut das Sonnenlicht.
Als kurzfristige Notlösung (!) bei extremen Temperaturen bietet sich für die heißen Stunden am Tag das Umsetzen
der Tiere in kleinere Notfallkäfige (zum Beispiel alte Züchterkäfige) und das Unterbringen an einem kühleren Ort
(zum Beispiel trockenem Keller) an.
Ein weiterer Punkt an warmen Tagen sind Transporte des Chinchillas im Auto. -Wie transportiere ich ein Chinchilla
und worauf muss ich dann achten?
-> Die Antwort ist einfach: an warmen Tagen werden Chinchillas nur im äußersten Notfall bei lebensbedrohlichen
Situationen zum Tierarzt transportiert! Gerade Chinchillas als hitze- und feuchtigkeitsempfindliche Tiere,
sollten im Sommer bei Wärme tagsüber nicht transportiert werden!
Tierbörsen, Tierausstellungen und Tierschauen finden auch aus diesem Grund überwiegend in den Herbst- und
Wintermonaten des Jahres statt.
Verlegen Sie Transporte, wenn sie nun ganz und gar nicht vermieden werden können, am besten spontan auf kühle
Tage oder in die frühen Morgen- und späten Abendstunden oder ganz auf die Nacht. Das Auto sollte dann jedoch von
innen kühl sein - vorher vielleicht in einer Garage oder im Schatten gestanden haben. Zugluft durch geöffnete Fenster
oder stark aufgedrehtes Gebläse birgt Risiken wie Bindehautentzündungen oder Erkältungen. Auch hier können
Kühlungsmaßnahmen wie oben genannt behilflich sein.
Von Vorteil ist dabei ein Auto mit Klimaanlage - jedoch sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der
Temperaturunterschied nach draußen nicht zu hoch ist und die Chinchillas nicht mitten im Zug der Klimaanlage
stehen.
Weitere Informationen zum Thema "Transport von Chinchillas" finden Sie auf der www.chinchilla.info.
von Lena P.
Die meisten werden es schon einmal gemacht haben.
~ Es kommt ein neues Chinchilla ins Haus und das Futter muss umgestellt werden. ~
Da der Verdauungstrakt eines Chinchillas sehr empfindlich ist, muss bei einer Futterumstellung äußerst langsam und
vorsichtig vorgegangen werden, (damit es zu keinerlei Problemen kommt).
Bei zu schneller Umstellung kann es zu Durchfall/Verstopfung und anderen Beschwerden kommen, die möglichst zu
vermeiden sind!
Daher sollte beim Erwerb eines neuen Tieres stets darauf geachtet werden, dass eine Tüte (1 - 2 kg) des gewohnten
Futters mitgegeben wird.
Wenn das Tier sofort zu einem bereits vorhandenen Chinchilla gesetzt wird, empfiehlt es sich mit einem Mischverhältnis
von 1:1 neuem und alten Futter zu beginnen, da somit ein gleicher Anteil des gewohnten Futters für beide Tiere
vorhanden ist. Bei mir hat es sich bewährt diese Futtermischung für einige Tage beizubehalten.
Nach etwa einer Woche habe ich begonnen das alte Futter zu reduzieren. Auch hier gilt : Eine langsame
Vorgehensweise ist ratsam und es sollte über mehrere Wochen geschehen, bis zum Schluss ausschließlich das
neue Futter gefüttert wird. Die Gesamte Futterumstellung hat bei mir in der Regel etwa 8 Wochen gedauert.
Wenn das Chinchilla vorrübergehend in Quarantäne, also alleine sitzt, empfiehlt es sich, die ersten Tage noch das
alte Futter zu geben und dann mit einer möglichst geringen Ration des neuen Futters zu beginnen, und den Rest mit
dem gewohnten Futter auf zu füllen. Anfangsmischung: 80 % gewohntes /20 % neues Futter.
Man sollte beachten, dass auch ein Chinchilla, welches lange
die Falsche Nahrung, zum Beispiel Mischfutter, bekommen hat, möglichst langsam umgestellt wird und nicht
von einem auf den anderen Tag neues Futter bekommt, denn auch hier kann der Verdauungstrakt des Chinchillas
empfindlich reagieren. Hierbei sollte das Chinchilla allerdings möglichst alleine umgestellt werden, um die
Fehlernährung des bereits vorhandenen Chinchillas zu vermeiden.
Bei der Umstellung sollte weiter beachtet werden, dass von der Futtermischung (alt/neu) jeweils nur eine
Tagesration für die Tiere in das Napf gegeben wird (Richtwert: ein bis 1½ gehäufte Esslöffel pro Tier).
Gibt man eine zu große Menge der Futtermischung, suchen sich die Tier möglicherweise nur die Pellets raus,
die sie am liebsten mögen und der gewünschte Effekt der sanften Umstellung bleibt aus.
Eine radikale Futterumstellung sollte nur vorgenommen werden, wenn es absolut nicht anders möglich ist!
(zum Beispiel bei Fundtieren). Bei einer Radikalumstellung empfiehlt es sich, das Chinchilla durch die Gabe
von Hylak Plus (Apotheke, 4 - 6 Tropfen ins Trinkwasser) oder BirdBeneBac / Bene Back (TA, erbsengroße Menge
1 - 2 x täglich) zu unterstützen.
Treten bei der Umstellung Probleme auf (Durchfall, Verstopfung, Aufgasung), so sollte neben der Behandlung der
Symptome auch die Ursache abgeklärt werden (Kotanalyse im Labor auf Bakterien, Parasiten und Pilze).
Doch nicht nur beim Hauptfutter sollte eine langsame Umstellung gemacht werden, auch beim Wechsel der Heusorte
ist dies empfehlenswert.
Erst einmal 3- 4 Tage die alte Sorte mit der neuen mischen (1:1) und beobachten,
wie sich der Kot der Tiere verändert. Gibt es keine negative Veränderung (Verstopfung, Durchfall), so kann die
alte Sorte alle 2 - 3 Tage ein wenig verringert werden, bis nur noch das neue Heu übrig bleibt.
Auch hier gilt: wenn Probleme auftreten, die Symptome behandeln, das alte Heu wieder geben und ggf. andere
Ursachen abklären (Kotanalyse im Labor auf Bakterien, Parasiten und Pilze).
von Diana K.
Angelina ist eine kleine standardfarbene Chindame im zarten Alter von ca. 7 Monaten, so wurde es mir zumindest erzählt.
Sie ist zusammen mit einer trächtigen Chindame abgegeben worden. Ein Mädel aus Berlin hat sich der Beiden liebevoll
angenommen. Leider ist die Trächtige gestorben und Angelina stand nun alleine da. Über das Internet habe
ich davon erfahren und weil ich dachte, dass Chins, die mit einem Schönheitsfehler behaftet sind,
vielleicht geringere Chancen der Vermittlung haben, ist sie bei mir eingezogen.
Angelina hat nur drei Beine. Ihr fehlt das rechte Vorderbein, wobei das Schulterblatt aber ausgebildet ist.
So wie es aussieht, hat sie diese Behinderung schon seit der Geburt. Das erklärt auch, warum Angelina überhaupt
keine Probleme damit hat. Sie springt als hätte sie alle vier Beine.
Nur wenn der Untergrund sehr glatt ist und sie es dann nicht schafft sich mit einem Arm festzuhalten, rutscht sie ab.
Beim Fressen hält sie das Leckerlie in einer Hand und hält dann den Kopf schief. Das ist aber auch schon der einzige
Unterschied zu den anderen Chins.
Sie wohnt mit Kiki, einer Brown Velvet Dame aus dem Zooladen zusammen. Kiki war schon immer eine recht kräftige Dame,
obwohl sie erst 4 Monate alt sein soll. Angelina wirkte immer sehr zierlich und ich dachte, dass kommt vielleicht
daher, dass sie dreibeinig ist, denn ich habe schon von einigen gehört, die dreibeinige Chins mit einem geringeren
Gewicht haben.
Aber sie hat aufgeholt und wenn beide draußen rumtoben, dann sind es zwei richtig runde Fellkugeln, die beide mit
derselben Geschwindigkeit und Akrobatik die Gegend unsicher machen.
Ihr Käfig hat die Maße von 1 x0,5 x1,60m. Es ist einer meiner ersten Bastelversuche gewesen und da ich den Raum so
gut wie möglich ausnutzen wollte, habe ich die Brettchen in relativ geringem Abstand angebracht. Das kommt ihr
natürlich zu Gute.
Wenn sie Freilauf bekommen, springt sie aber auch große Höhen herunter, ohne irgendwelche Probleme damit erkennen
zu lassen.
Sie benutzt dabei ihr, ich sage mal "halbes Bein" als zusätzlichen Stabilisator. Man sieht richtig wie sie das
Schulterblatt bewegt, als ob das Bein da und voll funktionsfähig wäre.
Alles in Allem gibt es bis jetzt überhaupt keine Probleme, eben wahrscheinlich aus dem Grund, dass sie es von Geburt
an nicht anders kennt.
(Silybum marianum / Carduus marianus)
von Susanne S.
Die Mariendistel gehört botanisch zu den Korbblütlern (= Compositae -Vorsicht, Allergiker!) und dort zur Familie
der Astern (Asteraceae). Die ein- bis zweijährige Pflanze mit den vielen volkstümlichen Namen kommt zumeist in
Mittel- und Südeuropa, also im Mittelmeergebiet vor. Wegen ihrem starken Bedürfnis nach Wärme findet man sie
besonders in sonnigen Hanglagen, aber auch auf Feldern und sogar schon auf naturfernen, vom Menschen geschaffenen
Biotopen. Die Pflanze wächst rosettig auf eher trockenen Böden, wird in der Blütezeit dann insgesamt bis zu
2 Meter hoch und kann dann in einer geeigneten Steppen- oder Buschlandschaft hohe ,Distelwälder' bilden. Die
Blätter im unteren Bereich sind dornig gezähnt, buchtig-fiederspaltig und stehen wechselständig. Im oberen
Bereich sind die Blätter eher lanzettlich geformt und stängelumfassend. Von der auffälligen marmorierten Färbung
der Blätter; sie sind zwischen den Blattnerven chlorophyllfrei = weiß, stammt der Beiname ,marianus', da sie von
der Milch der Gottesmutter Maria herrühren sollen. Im Englischen heißt diese Distelart nur ,Milkthistle'.
Im Juli/August blühen sie mit großen, kugeligen, amethystfarbigen Blüten. Die endständigen, schweren Blüten sind von
einem Kranz stacheliger Hüllblätter umgeben und bestehen aus Röhrenblüten. Aus diesen entstehen die graubraunen, etwa
7 mm langen Früchte (eiförmig, ähnlich Sonnenblumenkernen, aber mit einem hellen Haarschopf), im Volksmund und der
Heilkunde Marienkörner genannt.
Wirksamkeit
Alle Pflanzenteile, Kraut, Wurzel und Samen wurden schon mindestens seit dem Mittelalter in verschiedensten
Quellen für verschiedenste Heilzwecke vom Seitenstechen über Verstopfung bis zur Gürtelrose empfohlen. Die
Hauptanwendung verblieb aber über alle Jahrhunderte wohl bei Krankheiten der Leber und Galle. Als Droge verwendet
werden heute nur noch die Früchte/Samen, die im Herbst geerntet werden.
Inhaltsstoffe
Erforscht wurde die chemische Zusammensetzung und damit auch die Heilwirkung der Mariendistel erst beginnend mit dem
Ende der 30er Jahre. Gefunden und bestimmt wurde der Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydrat-Gehalt und der Gehalt an anderen
Pflanzeninhaltsstoffen. Man fand keine Gerbstoffe, Alkaloide, Glykoside oder Saponine. Dafür aber Tyramin und Histamin
(Nervenanreger, Allergieauslöser) und in der Schale der Früchte besondere Flavonverbindungen. Das Öl der Samen ist
außerdem reich an ungesättigten Fettsäuren. Der Wirkung des Flavonolols (nach genauer Bestimmung Silymarin genannt)
wird die Leberschutzwirkung der ,Marienkörner" zugeschrieben. Dieser Inhaltsstoff kann die Einwirkung von
leberschädigenden Stoffen abschwächen und sogar aufheben. Dies konnte dann auch in Tierversuchen
(Ratten mit Leberschäden durch Tetrachlorkohlenstoff, Hepatitisfälle) nachgewiesen werden.
Futtermittel
Im Futtermittelhandel findet sich meines Wissens nach zur Zeit nur ein Produkt für Kleintiere. In den durchsichtigen
Tüten ohne Datumsangaben finden sich wohlriechende grob zerkleinerte Teile der ganzen oberirdischen Pflanze,
also Blätter, Stängel und Blüten in frischem Mittelgrün. Beim Anfassen ist für uns Menschen ein wenig Vorsicht
geboten, besonders die dornigen Blütenköpfe haben es in sich. Chinchillas dagegen scheinen die Dornen nichts
auszumachen und jedes pickt sich ein Teil nach seinem Geschmack heraus. Trotzdem kann es in Einzelfällen durch
die Dornen zu kleineren Verletzungen im Mund- und Rachenraum kommen.
Anbau
In gut sortierten Gärtnereien ist mir Saatgut dieser Pflanze noch nie aufgefallen, aber ich meine, schon ganze
Pflanzen als Zierstücke in hiesigen Gärten und Parks gesehen zu haben. Der Anbau im eigenen Garten dürfte also
etwas schwieriger sein als der anderer Heilpflanzen. Vor allem wird uns hier die Sonne zum Ausreifen der Samen
fehlen, aber der krautige Teil würde sich ja vielleicht für manchen Chinchillazahn auch lohnen.
Hinweis
Bitte denken Sie daran, dass Leckerlis nur in geringen Mengen und nur eine Leckerliart am Tag dem Chinchilla
gegeben werden sollte. Über eine Dosierungsangabe wegen der heilwirksamen Bestandteile gibt es zum Chinchilla
keine genauen Angaben.
Leckerlis haben im Futternapf keine Daseinsberechtigung - bitte immer extra geben!
Quellenangaben
http://www.heilpflanzen-welt.de/
Buch 'Die Phytotherapeutische Welt des Hauses A. Nattermann & Cie in der Jubiläumsausgabe von 1962
Jeder ernsthafte Chinchillazüchter weiß, wie wichtig es ist akribisch ein Zuchtbuch zu führen. Aufbauend auf den
erfassten Daten lässt sich so die Entwicklung der eigenen Chinchillazucht über Jahre hinweg rekapitulieren,
Daten und Werte lassen sich nachschlagen und konkrete Ereignisse auch später noch nachvollziehen.
Das Computerprogramm ChinchillaPro2 übernimmt als elektronische Zuchtdatenbank diese Aufgaben.
Es bietet zum einen die Standardfunktionen eines herkömmlichen Zuchtbuchs, d. h. das Erfassen von Daten:
Darüber hinaus besitzt ChinchillaPro2 viele interessante Möglichkeiten, diese Daten weitergehend zu nutzen:
Dies ist ein kleiner Ausschnitt der vorhandenen Funktionen und Möglichkeiten.
Bei ChinchillaPro2 handelt es sich um Shareware, das bedeutet, dass jeder jederzeit eine kostenlose Version
des Programms auf seinem Rechner installieren kann. Es können alle Funktionen und Mechanismen ergründet und
das Programm auf Herz und Nieren getestet werden. Die einzige Einschränkung gegenüber der registrierten
Vollversion ist die maximale Anzahl von vier Stammtieren, die in die Datenbank übernommen werden können.
Entschließen Sie sich, das Programm zu registrieren, so können Sie Ihre bereits eingegebenen Daten ohne Verlust
übernehmen.
Trotz dieser Vorteile meiden viele Züchter den Umstieg auf eine elektronische Datenerfassung. Ein häufig vorgebrachtes
Argument ist der mögliche Datenverlust. Um dies zu vermeiden, lassen sich mit ChinchillaPro2 Sicherungskopien
Ihrer Datenbank erstellen und dies sogar automatisiert in vorgegebenen Zeitintervallen.
Werden die Kopien auf einem externen Datenträger gesichert, kann auch nach einer Neuinstallation jederzeit das
Ursprungssystem wiederhergestellt werden.
Woher bekomme ich das Programm und nähere Informationen?
http://www.gruen-development.de
Was kostet es?
30.- Euro inkl. MwSt.
Sie haben Fragen?
info@gruen-development.de
Kontakt:
Dr. Klaus Grün
Kiefernstrasse 4
97828 Marktheidenfeld
Fon +49 (0)9391/917071
info@gruen-development.de
Anwenderkommentare:
Tanja M.: "Als bereits erprobte Anwenderin von ChinchillaPro bin ich sehr begeistert von einigen der neuen
Features, die mit der neuen Version hinzu gekommen sind. Als Highlight ist an dieser Stelle wohl insbesondere
der in ChinchillaPro2 integrierte GenSpeculator zu nennen. Dieser steckt zwar (noch) in den Kinderschuhen,
jedoch stellt er bereits jetzt für Chinchillahobbyzüchter, die nicht über ein fundiertes genetisches Fachwissen
verfügen, eine wertvolle Hilfe dar.
Aber auch 'alten Hasen' hat ChinchillaPro2 so manches zu bieten und erleichtert die Verwaltung und die Auswertung
sämtlicher in einer Zucht relevanten Daten ungemein. Ich selbst verwalte derzeit 16 Stammtiere und deren
Nachwuchs mit der Software und behalte Dank der intuitiven Bedienbarkeit und dem anwenderfreundlichen Aufbau
der Software betreffend der Gewichtsentwicklung meiner Tiere, Abnehmeradressen, Verpaarungen, Kosten und
Einnahmen stets den Überblick. Besonders positiv empfinde ich auch den entwicklerseitigen Umgang mit Kritik
und Verbesserungsvorschlägen und der damit einhergehenden permanenten Weiterentwicklung der Software.
Mein persönliches Fazit: unentbehrlich und jeden Cent wert!"
Melanie Z.: "Ich nutze Chinchilla Pro seit gut eineinhalb Jahren. Zurzeit verwalte ich damit meine 28 Chinchillas.
Das Beste an dem Programm ist für mich, das ich immer den Überblick über Gewichte und anstehende Geburten habe.
Es ersetzt für mich alle ehemaligen Exceldateien, die ich vorher hatte und überzeugte mich durch die einfache
Bedienbarkeit. Die Registrierung hat sich für mich ganz schnell ausgezahlt."
Chin-Cross Calculator
Viele kennen ihn bereits: Den Sylverfall Chinchilla Chin-Cross Calculator.
Ein Onlinetool mit dem man prozentual errechnen lassen kann, welche Farben bei den verschiedenen Verpaarungen
fallen können. Jedoch sollten die Grundkenntnisse der Genetik bekannt sein, um den Calculator richtig bedienen
zu können.
Die Elterntiere, sowie auch der mögliche Nachwuchs werden auch bildlich dargestellt. Ein Spaß, mit dessen Hilfe
man auch noch lernen kann und ist daher unser 1. Netfundstück der Ausgabe Mai/Juni.
Zu erreichen unter: http://www.silverfallchinchilla.com
Chinchilla-Farben
Auch diese Seite ist für viele schon bekannt: die Chinchilla-Farbenliste der AG Chinchilla-Farben.
Diese soll den Haltern und Züchtern helfen, sich bei verwendeten Chinchilla-Farbbezeichnungen im In- und Ausland
zu Recht zu finden.
Nach einem kürzlich umfangreichen Update wird diese auch weiterhin kontinuierlich durch Fotos, Farbbezeichnungen
und Informationsupdates gepflegt und ist daher unser 2. Netzfundstück der Ausgabe Mai/Juni.
Zu erreichen unter: http://www.chinchilla-farben.de
Tierheim-Chinchillas
Leider landen immer mehr Chinchillas in Tierheimen, die oft mit der Pflege und Unterbringung dieser quirligen
und anspruchsvollen Tierchen überfordert sind. Um die Tierheime zu unterstützen hat die IGC ein Forum eingerichtet,
in dem die Tierheime oder aber diejenigen, die die Tierheime in ihrer Nähe unterstützen möchten, die aktuellen
Notfälle nach PLZ Bereichen inserieren können. Oft sind Tierheime nicht online und daher auf Hilfe angewiesen.
Je mehr sich für ihre Tierheime engagieren und sie unterstützen, um so mehr Notfalltieren kann geholfen werden.
Zu erreichen ist das Forum unter folgendem Link
http://www.tierheim.chinchillas-suchen-ein-zuhause.de
Domain-Patenschaften
Die IG Chinchilla als eine Gemeinschaft mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und ohne finanzielle Mitgliedsbeiträge,
ist auf Unterstützung für die Projekte und deren Internetauftritte angewiesen. Daher suchen wir Paten für die zur
IG Chinchilla gehörenden Internet-Domains.
Ein Domain-Pate übernimmt die Domainkosten für eine Internet-Domain für ein Jahr und bekommt einen kleinen Banner
mit seiner "Paten-Domain" für seine eigene Webseite und wird auch in der Liste der Domain-Paten der IGC auf der
Homepage genannt (auf Wunsch auch Anonym). Danach wird die Patenschaft automatisch beendet, sofern nicht der Wunsch
vom Paten geäußert wird, die Patenschaft fortzuführen.
Weiterführende Infos und Domain-Paten-Gebühren findet ihr auf der http://www.chinchilla.info
Chinchilla-Forum
Das Forum der IGC hat mittlerweile weit über 700 User. Täglich werden dort Tipps und Tricks weitergegeben,
Fragen beantwortet und Leid und Freude rund um die Chinchillas ausgetauscht. Auch neue Einkaufsgemeinschaften finden
sich und Ankündigungen sowie Rückblicke von Schauen und Treffs sind dort auch nachzulesen.
Das Forum ist zu finden unter http://www.mychinchilla.com
Terminankündigung: Chinchilla InfoMesse 2005
In diesem Jahr findet die InfoMesse am 01. Oktober 2005 wieder in Holtum (NRW) statt.
In diesem Jahr wird es viel neues geben, hier schon einmal ein kleiner Ausschnitt der Neuerungen:
und vieles mehr!
Weitere Infos demnächst auf der http://www.chinchilla-infomesse.de
Updates auf der Chinchilla.info Page
In den letzten 2 Monaten hat es einige Updates auf der Chinchilla.info Page gegeben.
Unter anderem sind neu auf der HomePage zu finden:
Natürlich suchen wir auch weiterhin Anregungen, Erweiterungen und Ideen für die HomePage. Einfach eine Email an info@ig-chinchilla.de schicken!
Die Interessensgemeinschaft Chinchilla dankt Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünscht Ihnen und Ihren Chinchillas
alles Gute!
Die Inhalte der News- und Infoletter unterliegen dem Urheberrecht. Jegliche Verwendung dieser bedarf einer
Erlaubnis der Redaktion Chinchilla-News@gmx.de.
Wenn Sie fragen haben, kontaktieren Sie uns gern.